
Schoolgarden
2007

Im März 2007 erzählte die damals ganz neue Schulleiterin Matilda !Kharuchas bei dem ersten Treffen mit Thomas Stricker, dass das namibische Schulministerium von ihr den theoretischen und praktischen Unterricht von Agrikultur fordere und dass ihre praktischen Versuche misslungen seien. Damit begann eine wunderbare Kooperation zwischen der Primary School Kalkfeld und dem bildenden Künstler. Den sinnvollerweise geforderten Schulgarten planten und legten sie dann gemeinsam neu an und konnten ihn bereits nach einem Monat feierlich eröffnen. Seither konzipiert und realisiert der Bildhauer in enger Absprache mit der Principal, den Lehrern und Schülern gärtnerische Projekte und theoretische Workshops im ständig wachsenden Garten. Mittlerweile blicken wir auf eine weit über zehn Jahre andauernde interkulturelle Zusammenarbeit, durch die momentan über 500 Kinder im Alter von vier bis 16 Jahren das Gärtnern, das Säen und Ernten lernen können.



Neben dem ständig wachsenden Schulgarten mit Schattendach und Hochbeeten haben wir einen Obstgarten und einen Sukkulentengarten angelegt und auf dem ganzen Schulareal Schattenbäume gepflanzt. Es gibt einen medical Garden und eine kleine Baumschule. Wir haben die unterschiedlichsten Workshops wie Kompost-, Ansäh-, Tomaten-, Kartoffel-, Baumpflanz- und Baumschnitt-Kurse gegeben, die Schule mit Gartenfachbüchern und Gartenwerkzeugen versorgt sowie ein Gartenhaus gebaut. Und das Großartigste ist, dass der Agrikulturunterricht der Schule mittlerweile das gesamte Township verändert hat: Wo vor zehn Jahren noch nichts zu sehen war, wachsen jetzt überall kleine und größere Gärtchen!

Was wir weiter tun möchten: „Der Schule weiter assistieren, damit der Agrikulturunterricht weiterhin stattfinden kann, Garten-Updates planen, Werkzeuge ersetzen, Workshops veranstalten, Samentütchen verschenken, Bäume schneiden, Hochbeete erneuern, einen Gartenassistenten ganzjährig beauftragen und einen Primary School Garden Marketplace gründen. Diese vertrauensbildende Maßnahme, an diesem vergessenen Ort, wo wenig von Dauer ist, möchten wir weiter praktisch vor Ort fortführen und kontinuierliche Strukturen finden.“














