Schulgebäude mit roten Wänden, überdachtem Bereich und Menschen darunter bei klarem Himmel.

Classrooms

2022/23

Gruppe von zwölf Menschen im Freien mit grünen Bäumen im Hintergrund, darunter zwei mit Schaufeln.

Seit Jahren hat die Schule durch die ständig wachsende Schülerzahl mit dem Problem von überfüllten Klassenräumen zu kämpfen. Es wurde draußen unter Bäumen, im Materiallager und in zwei mehr als baufälligen Klassenräumen unterrichtet.

Nahezu 50 Kindern, die mehr als vier unterschiedliche afrikanische Sprachen sprechen (Damara, Herero, Ovambo oder Nama), in einem kleinen, überfüllten Raum irgendetwas beizubringen, war nahezu unmöglich. Deshalb war es überfällig, neue Klassenräume zu bauen. Anfang 2022 wurde uns dies, auch durch die Unterstützung von Fly&Help – einer Stiftung, die sich dem weltweiten Bau von Bildungseinrichtungen verpflichtet hat –, dann wirklich möglich.

Architektur Querschnitt von Klassenzimmer und Lager mit technischen Details und Maßen.
Mehrere Personen bauen eine Mauer mit Ziegelsteinen auf einer sonnigen Baustelle.
Zwei Bauarbeiter legen Ziegelsteine auf eine Mauer unter blauem Himmel.

Doch ganz so einfach, wie das klingen mag, war es dann doch nicht, mal eben drei Klassenräume mit einem Storeroom in Namibia zu bauen. Im Januar 2022 sind wir für sechs Wochen zu Verhandlungen und Planungsgesprächen für unser Vorhaben vor Ort. Unser Anliegen ist es, dass Frauen und Männer aus Kalkfeld die Arbeit tun und den Lohn verdienen sollen. Einen Bauunternehmer zu finden, der diese sozialromantische Vorstellung mit uns teilt und nicht einfach mit seinem Bautrupp an die Schule kommt, war mehr als schwierig. Doch kurz vor Abflug im März 2022 konnten wir den Vertrag mit dem wunderbaren Mister Rüdiger Reichstein unterzeichnen.

Der dann mit seinem Vorarbeiter Mister Harry und den Arbeiter*innen aus Kalkfeld im April mit dem Bau der Klassenräume begonnen hat. Als wir zu unserem zweiten Arbeitsaufenthalt im Mai 2022 zurückgekommen sind, stand ein nahezu fertiges Gebäude vor uns, was uns und die Schule unendlich glücklich gemacht hat. Doch was noch viel schöner als das Gebäude selbst war, war es, die Arbeiter*innen aus Kalkfeld wiederzusehen und mit allen zu sprechen. Ein Großteil von ihnen ist selbst dort zur Schule gegangen und schickt nun die eigenen Kinder an die Primary School. Nun, ein Teil des Bauvorhabens an der Schule gewesen zu sein, macht alle so unendlich stolz und glücklich.